Kernkraft: Nein danke! Jetzt hat Merkel es gemerkt

Als 2005 der Bundeskanzlerkandidatin in spe als erstes ihr Bekenntnis zur Atomenergie entschlüpfte, war ich schockiert. Ich fragte, merkt’s die Merkel noch? Soll das den Wähler beruhigen? Sind der promovierten Physikerin die Gefahren der Kernenergie nicht bekannt? Dem Wähler liegt doch immer nur eins am Herzen: Die Schaffung von Arbeitsplätzen. Und darauf sollte es vor allem Politikern ankommen, denn damit sichern sie ihre Diäten und Pensionen. Regenerative Energieformen aus Sonne, Wasser, Erdwärme, Biomasse und Wind, schaffen weitaus mehr und gesündere Arbeitsplätze als die de facto teuerste und unsicherste Energieform. Denn, würde es Versicherungen für Schäden durch Atomenergie geben und die Zwischenlagerexperimentierkosten mit einbezogen, betrüge 1 KwSt einige Euros. Nach dem Atomgesetz sind Schäden, die von deutschen Atomkraftwerken ausgehen, nur bis zu einer, vor dem Hintergrund der nuklearen Katastrophe in Japan, lächerlichen Summe abgedeckt. Der Rest, der an die hundert bis 1000 Milliarden betragen könnte, soll der Steuerzahler tragen: so lange, bis ihm das Restrisiko den Rest gegeben hat. Natürlich trägt er auch die Kosten für die Endlager und deren jahrhundertelange Bewachung, da Terroristen mit dem gefährlichen Material erheblichen Schaden anrichten könnten.

 

Für den Einzelnen gibt es keine Möglichkeit, sich gegen Schäden durch Atomenergie zu versichern, da die Versicherungen diese von jeder Haftung und Ersatzleistung ausnehmen, ebenso wie Schäden durch Krieg, innere Unruhen oder höhere Gewalt. Bei Nachfrage erklären die Versicherungsgesellschaften, dass dieses Risiko nicht versicherbar sei und verweisen auf die gesetzliche Deckungsvorsorge der Betreiber: lächerlich gering. Alle Versicherungen schließen in ihren Verträgen Schäden durch Kernkraft ausdrücklich aus, wie Sie selbst in den Bedingungen z. B. Ihrer Hausratversicherung nachlesen können. Auch braucht der Bürger nicht mit geeigneten Schutzmaßnahmen im atomaren Katastrophengebiet zu rechnen. Außerhalb einer Entfernung von 25 km zum Atomkraftwerk sind Schutzmaßnahmen nicht mehr vorgesehen. Wir wissen von Tschernobyl, dass sogar 400 km entfernt einige Ortschaften für mehrere Jahre evakuiert wurden. Und wir wissen von Japan, dass bereits nach zwei Wochen der 20 km Radius erweitert und die dort lebenden Menschen ihre Häuser wohl in den Wind schreiben können. Sind solche Kosten überhaupt zu überblicken?

 

Angela Merkel muss es nach dem schrecklichen Unglück in Japan jetzt endlich gemerkt haben, dass die Kernenergie keineswegs sicher ist. Ich nehme ihr sogar ab, dass sie nicht nur aus wahltaktischen Gründen nun doch einen schnelleren Ausstieg will. Aber warum konnte sie es nicht antizipieren? Es war doch nicht der erste Unfall in einem Atommeiler.

 

Und wie so oft fällt mir bei diesem Thema ein, dass es wohl besser gewesen wäre, Pierre Curie wäre dem Charme von Marya Sklodowska nicht erlegen. Hätte er sich, wie in den acht Jahren vor ihrem Kennenlernen, weiter mit der Erforschung der Kristallbildung befasst, wäre uns die Kernkraft vielleicht erspart geblieben. Dem Physiker lag genau wie mir die Bedeutung der Naturphänomene mehr am Herzen als ihre stoffliche Realität. Froh wäre ich, würden mehr Forscher mit Kristallen experimentieren. Wollten Sie sich nicht auch lieber, statt auf Kernenergie, auf die Kraft der Kristalle verlassen? Doch damit ist keine Kasse zu machen. Verdient wird an Terror, schmutzigen Bomben, an der wiederholten Zerstörung und am Wiederaufbau. Den Preis zahlen wir alle, mit strahlendem Schrott und einer "neuen Kultur der Sicherheit".

 

Wir können noch nicht einmal sagen, wir wären nicht gewarnt worden. Bereits Anfang 1977 bemühten sich Prof. Dr. E. Huster und weitere 2 Dutzend Kernphysiker, durch einen offenen Brief an den Bundespräsidenten uns die Augen zu öffnen. Sie hofften dadurch auch, die irregeleiteten Wissenschaftler könnten aufgehalten und Politiker zur Umkehr bewegt werden! Anlass war die Rede von Walter Scheel, in der er eindeutig für die Kernenergie eintrat und die um sich greifende Staatsverdrossenheit bedauerte. Folgend zwei Passagen:

 

"Fast alles, was dem Volke über die Kernenergie offiziell mitgeteilt wurde und wird, ist einfach nicht wahr. Es stimmt nicht, dass an dieser Energie "kein Weg vorbei führt". Es stimmt nicht, dass sie billig, sauber, umweltfreundlich und praktisch gefahrlos ist. Schon im Normalbetrieb geben die Leichtwasser-Reaktoren in Abluft und Abwasser soviel radioaktive Stoffe ab, dass Ihre verehrte Gattin ihr Krebswerk getrost einstellen kann. Die Zahl der Krebsfälle nämlich, die einige Stoffe nach Anreicherung über die Nahrungskette und Einlagerung in bestimmten Organen (Knochen, Schilddrüse, Gonaden etc.) notwendig erzeugen müssen, kann durch keine noch so umfassende Hilfe ausgeglichen werden."

 

Hätten wir also vor 30 Jahren auf die Fachleute gehört, statt auf Politiker, Lobbyisten und Klugschwätzer, könnten wir heute schon flächendeckend Strom aus erneuerbaren Energien beziehen.

 

Natürlich hoffen wir alle, dass der offene Brief an Angela Merkel mehr bringt als der an Walter Scheel. Wir können allerdings auch etwas nachhelfen, indem wir unsere Macht als Konsumenten demonstrieren und Ökostrom kaufen.

 

 

 

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